Künstliche Intelligenz (KI) gilt als Schlüsseltechnologie schlechthin. Grosse Unternehmen nutzen sie bereits. Wie können auch KMU künstliche Intelligenz zu ihrem Vorteil nutzen?
Schon heute ist künstliche Intelligenz ein unverzichtbarer Teil unseres täglichen Lebens. Sprachassistenten wie «Siri» und «Alexa» nutzen KI, um unsere Anfragen zu verstehen und passende Antworten zu liefern oder Befehle auszuführen. KI von Online-Shops und Streaming-Diensten analysiert unsere Aktivitäten und Vorlieben und schlägt uns passende Produkte oder Inhalte vor. In der Medizin hilft KI bei der Diagnose von Krankheiten durch Bildanalyse oder durch die Auswertung von Patientendaten.
### Was ist KI?
Künstliche Intelligenz ist die Simulation menschlicher Denkprozesse durch Maschinen, insbesondere Computer. Mithilfe von Algorithmen und grossen Datenmengen (Big Data) kann KI Muster erkennen, lernen und Entscheidungen treffen. KI kann zwar lernen und sich an neue Informationen anpassen, aber sie kann keine eigenen Gedanken oder Ideen generieren.
KI im KMU nutzen
Durch den Einsatz von KI kann ein Unternehmen von Wettbewerbsvorteilen profitieren:
- Automatisierung von Routineaufgaben: Arbeitsabläufe können durch die Automatisierung von Routineaufgaben optimiert werden, z. B. bei der Dokumentenverwaltung, E-Mail-Verarbeitung oder Meeting-Koordination.
- Datenanalyse: KI kann grosse Datenmengen in kurzer Zeit analysieren und Muster erkennen. Daraus abgeleitete Geschäftsstrategien sind präziser und effizienter als menschlich entwickelte.
- Kundensupport rund um die Uhr: Der Einsatz von digitalen Assistenten und Chatbots bei Kundenanfragen und internen Prozessen erlaubt eine 24/7-Rundum-Unterstützung.
- Cybersecurity: Im Rahmen der Cybersecurity kann KI dazu beitragen, potenzielle Bedrohungen zu identifizieren und zu blockieren.
- Flexibleres Arbeiten: Für die Mitarbeitenden kann KI zu einem flexibleren Arbeitsalltag und damit zu einer besseren Work-Life-Balance führen.
Voraussetzungen schaffen
Bevor man ein KI-Projekt in Angriff nimmt, sollte man klare Ziele definieren und sich vorab u. a. die folgenden Fragen stellen: «Was soll KI tatsächlich bewirken?», «Was möchten Sie verbessern?», «Welche Daten stehen zur Verfügung?» und «Wie soll KI in den aktuellen Workflow integriert werden?».
Die Datenmenge sollte ausreichend sein und die Datenqualität sollte relevant, aktuell und korrekt und für die KI-Anwendung lesbar sein. Ihre Infrastruktur muss gut sein, d. h., Sie sollten über leistungsstarke Computer und Speicher verfügen. Ganz umsonst ist ein KI-Projekt natürlich nicht – Sie sollten bereit sein, entsprechend zu investieren.
Beispiel ChatGPT
Man kann KI auch zum Verfassen von Texten nutzen. Aber aufgepasst: Die Antworten bzw. Texte von ChatGPT sind nur so gut wie die Anfrage – auch Prompt genannt –, die Sie stellen. Seien Sie so präzise wie möglich und geben Sie so viel Kontext wie möglich – ergänzen Sie den Prompt allenfalls auch mit Beispielen. Dann versteht die KI Ihre Anfrage besser. Weisen Sie ChatGPT eine Rolle zu («Verhalte dich wie...») und vermeiden Sie Formulierungen, die auf persönliche Vorlieben oder Abneigungen schliessen lassen können.
Quelle: TREUHAND | SUISSE Schweizerischer Treuhänderverband